24.07.2010
Wunderkammern des Lichts
Zum fünften Mal wird die Innenstadt Lüdenscheids zum Ausstellungsgelände für Kunst und Lichtdesign. Für zehn Tage nutzen Künstler/innen und Designer/innen aus der ganzen Welt architektonische Ensembles der Industriekultur um Sicht- und Wirkweisen von Kunstlicht in außergewöhnlichen Installationen und Interventionen zu zeigen.
Die Kuratoren Bettina Pelz und Tom Groll, die die LichtRouten seit 2002 künstlerisch verantworten, haben für 2010 Armsrock, Gudrun Barenbrock, Katharina Berndt, Christian Breil und Andreas Ermisch, Ghiju Diaz de Leon, Ali Heshmati, Lars Meeß-Olsohn und Philipp Sydow, Olga Kisseleva, Thorbjørn Lausten, Dominik Lejman, Ocubo, Stefan Reusse, Sigrid Sandmann, Gebhard Sengmüller, Ursula Scherrer und Kurt Laurenz Theinert, Andrea Thembie Hannig und die RaumZeitPiraten eingeladen, in Lüdenscheid zu arbeiten.
Erstmals in Deutschland zu sehen sind die Großbildprojektionen von Armsrock aus Dänemark, Ghiju Diaz de Leon aus Mexiko und Ocubo aus Portugal. Neue künstlerische Konzepte, die erstmals zu den LichtRouten 2010 umgesetzt werden, kommen von Olga Kisseleva und Sylvain Reynald, Thorbjørn Lausten und Gebhard Sengmüller. Das Lichtdesignkonzept von Christian Breil und Arndreas Ermisch ist ausschließlich für die “Schützenhalle” entwickelt. Ali Heshmati, Lars Meeß-Olsohn und Philipp Sydow arbeiten erstmals zusammen und realisieren einen ausgezeichneten Entwurf temporärer Architektur.
Alle Arbeiten sind ortsspezifisch angelegt oder adaptiert. In der Auswahl der Standorte der Installationen und Interventionen fokussieren die LichtRouten 2010 die industrielle Prägung der Stadt, die seit Mitte des 18. Jahrhundert Lüdenscheid ein ganz eigenes Gesicht gegeben hat. Das alte Amtshaus, das alte Amtsgericht, das alte Postamt, das erste Kaufhaus, ausgewählte Fabriken und ausgewählte Wohnhäuser sowie die “Schützenhalle” als Veranstaltungshaus und Landmarke stammen aus der Zeit, in der, im Zuge der Industrialisierung, neue Arbeits- und Wohngebäude das Stadtbild veränderten.
Mit sehr unterschiedlichen Ansatzpunkten und künstlerischen wie gestalterischen Konzepten werden die Installationen und Interventionen der eingeladenen Künstler/innen und Designer/innen zu einer Art “Doppelbelichtungen”, in den künstlerische und gestalterische ebenso wie technisch-industrielle, wirtschaftlich-ökonomische oder soziokulturelle Fragestellungen collagiert werden.
Der gesamte Parcours ist fußläufig begehbar, der Eintritt ist frei.
Text-, Bild- und Interviewanfragen sowie Akkreditierung für das Presseprogramm zur Eröffnung am 24. September 2010:
Tanja Nipkow I Kuratorische Assistenz I tanja.nipkow@lichtrouten.de




