Für die Vermittlung der Zusammenhänge von Konzept, Standort und den Installationen der LichtRouten gibt es an vielen Standorten Streckenposten, die während der gesamten Ausstellungszeit Besucher/inne/n mit Informationen versorgen und Fragen beantworten. Darüber hinaus gibt es täglich drei offene Führungen, an denen alle Interessierten unangemeldet und kostenlos teilnehmen können. Zusätzliche Führungen für geschlossene Gruppen können auf Anfrage gebucht werden.
Ein weiteres Angebot sind Führungen, die besonderen Interessen und Anforderungen nachkommen wie Fremdsprachen (insbesondere: Englisch), Technik (insbesondere: Lichttechnik) oder Lebenserfahrung. So gibt es besondere Führungen für Kinder bis 12 Jahren und ab 12 Jahren ebenso wie für Senior/inn/en. Auch diese können auf Anfrage gebucht werden.
Unter der Leitung von Bettina Pelz und Sybille Kastner wurden von Mai bis September 2010 30 Streckenposten und Gästeführer/innen auf ihre Arbeit während der LichtRouten 2010 vorbereitet. Fast alle kommen aus Lüdenscheid und verfügen über langjährige LichtRouten-Erfahrung. Im Rahmen eines kleinen Qualifizierungsprogramms wurden sie mit den besonderen Anforderungen von Kunst- und Designvermittlung sowie den spezifischen Inhalten der LichtRouten 2010 vertraut gemacht. Entsprechend der verschiedenen Zugangsqualifikationen und Erfahrungshintergründe gestalten die Streckenposten und Gästeführer/innen ihr jeweiliges Format eigenständig.
Gerlinde Hille
“Ich lebe seit über 40 Jahren in Lüdenscheid und nehme seitdem am Kunst- und Kulturgeschehen in dieser Stadt teil. So bin ich eine begeisterte LichtRouten-Besucherin der vergangenen Jahre gewesen und freue mich auf die LichtRoute 2010. Ich habe mich für die Mitarbeit entschieden und möchte Kunst- und Kultur interessierte Senior/inn/en einladen, gemeinsam an und in historischen Gebäuden Lichtprojekte von namhaften Gegenwartskünstlern kennen zu lernen, neue Sichtweisen wahrzunehmen, miteinander ins Gespräch zu kommen und einen unterhaltsamen Abend zu erleben.”
Harald Salewski
“Als Architekt spielen für mich Arbeiten wie die von Dr. Lars Meeß-Ohlson oder Christian Breil, aber auch Arbeiten von Gudrun Barenbrock eine herausragende Rolle. Hier gilt es, darauf hinzuweisen, welch enorme Relevanz das Licht für den Raum hat. Zusammen mit dem Licht ist Architektur variabel inszenierbar. Als Kunstlehrer habe ich derzeit einigen Schülerinnen und Schüler das Fach Kunst näher zu bringen. Die LichtRouten sind eine besondere Chance, auf das Potential von Performances aufmerksam zu machen. Kunstlicht ist zudem ein attraktives Thema in der Kunst, da hier parallel mit der jungen Entwicklung der Medien vielfältig Neuland betreten wird. Ich möchte die Schülerinnen und Schüler motivieren, sich die “junge Disziplin” zu erschließen. Gerade die interaktiven Performances wecken Begeisterung, da sie das Publikum nicht selten bereits Teil des Werkes sein lassen.”
Anna Christina Schütz
“Ich bin an der Ruhr-Universität im Rahmen meines Kunstgeschichtsstudiums mit der Methode Max Imdahls vertraut gemacht worden, die von dem Standpunkt ausgeht, dass man sich Kunst, im Besonderen der Kunst der Moderne, besonders gut nähern kann, indem man sich bewusst macht, was man eigentlich sieht und in diesem Zuge die eigenen Erfahrungen während der Betrachtung hinterfragt. Dabei steht das Werk selbst im Mittelpunkt, während das Wissen um den Künstler und den Zeitkontext zunächst einmal in den Hintergrund treten, aber zum Vorschein geholt werden, wenn man über das bloße Sehen nicht weiterkommt und das Werk in einen weiterführenden Kontext einordnen will. Ich werde meine Führungen so aufbauen, dass ich vor den Arbeiten zunächst das Werk selbst thematisiere. Mein Ziel ist es, die Teilnehmer auf Aspekte aufmerksam zu machen, die sie vorher nicht gesehen haben; das “Sehen lernen” wird im Mittelpunkt stehen. Ich fände es wunderbar, wenn es mir gelingen würde, den Teilnehmern die Erkenntnis zu vermitteln, dass sich jeder eingehend mit Kunst beschäftigen kann, auch wenn man zunächst glaubt, nichts zu wissen.”
Ulrike Tütemann
“Ich arbeite seit einigen Jahren freiberuflich als Museumspädagogin in den Museen der Stadt Lüdenscheid und habe wunderbare Erfahrungen mit Kindern und Kunst gemacht. So lag es für mich nahe auch für die LichtRouten ein Konzept für Kinder zu entwickeln, um auch mit den jüngsten Besuchern auf besonderen Wegen auf den LichtRouten durch die Stadt zu wandern. Kinder haben oft einen ganz unverstellten Blick auf zeitgenössische Kunst und blicken mit viel Phantasie, aber auch großem Ernst auf die Werke. Der Bezug zur eigenen Lebenswelt ist hier ein wichtiges Element und nicht selten der Schlüssel zum Verständnis. Für mich wird es eine besondere Freude, aber auch eine Herausforderung sein mit den kleinen Besuchern die Stadt ganz neu zu entdecken, gemeinsam zu staunen und sich zu wundern. Licht in all seinen Formen fasziniert Kinder – diese Faszination mit dem Interesse und Verständnis für Kunst zu verbinden wird meine Aufgabe während der “LichtRouten 2010″ sein.”
Helga Lorentz
“Meine erste Berührung mit den LichtRouten entstand 2006. Aus purer Neugier besuchte ich einige Präsentations-Standorte und im Nachhinein muss ich gestehen: auch wenn ich keine Info über die Künstler hatte und dem, was sie darstellen wollten,so hinterließ so einiges bei mir einen bleibenden Eindruck. Als 2010 erneut ein LichtRouten-Projekt in Planung stand und dafür Assistenten gesucht wurden, war es für mich klar: ICH BIN DABEI !!!! Bis heute kann ich sagen, dass wir alle Künstler, ihre Objekte und deren Standorte mit viel Hintergrundwissen kennengelernt haben. Meine Motivation und mein Wunsch ist es, diese Kunstobjekte mit genau diesem Hintergrundwissen zu präsentieren. Ich hoffe, so die Künstler und ihre Darstellungen für die Besucher transparent und verständlich zu machen. Auf eine gelungene Veranstaltung freut sich Helga Lorentz.”
Sybille Kastner
“Ich bin beeindruckt, wie viele Lüdenscheider Bürgerinnen und Bürger einen hohen Einsatz zeigen, um sich auf das Kunstvermittlungsprogramm bei den LichtRouten 2010 vorzubereiten. Die Teilnehmer sind sehr motiviert und so unterschiedlich, dass sie mühelos verschiedene Zielgruppen ansprechen können. Ihre Begeisterung für die LichtRouten und die Verbundenheit mit ihrer Stadt wird man bei den Führungen und Begleitungen spüren. Das bürgerschaftliche Engagement macht die LichtRouten für mich zu einem besonderen Vermittlungsprojekt. Ich bin sehr gespannt und freue mich auf die Festivalzeit.”
Die Koordinierung und Organisation liegt bei Jennifer Braun.
Sie erreichen Sie unter der E-Mail-Adresse jennifer.braun@lichtrouten.de




