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| Presse |
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| Texte LichtRouten 2006 Kunst mit Licht und Lichtdesign im öffentlichen Raum Architektur der Erinnerung Frequenz oder Ignoranz, Offenheit oder Verschwiegenheit, Veränderlichkeit oder Beharrlichkeit: die Phänomene, die sich in der Wahrnehmung städtischer Räume herausbilden, offenbaren Lebensformen und Gestaltungskraft der Bewohner/innen und deren individuelle wie kollektive Verortung. In den architektonischen Entwürfen und Wegeverbindungen, in formellen und informellen Kommunikationsorten dokumentieren sich Funktionalität und Sinnlichkeit einer Stadt ebenso wie Interessen und Intensitäten, Flexibilität und Engagement. Im Spiel von stadtplanerischem Entwurf und bürgerschaftlicher Nutzung entwickelt sich das Erscheinungsbild einer Stadt und wird mit seinen Gestaltungs- und Nutzungsphänomen auch zum Ausdruck und Abbild der Stadt und zum Panorama ihres kulturellen Gedächtnisses. Verfahren kollektiven Erinnerns Im kulturellen Gedächtnis wird der Wissens- und Erfahrungsschatz auch über Generationsgrenzen hinweg verfügbar. Wie eine Gesellschaft die Prozesse der kulturellen Tradierung organisiert, hängt in hohem Maße von entwickelten Formen, Institutionen und verfügbaren Technologien ab, die für Aufzeichnung, Speicherung und Weitergabe an künftige Generationen zur Verfügung stehen. So hatte das kulturelle Gedächtnis mit Architektur und Schrift ein funktionstüchtiges Langzeitgedächtnis bekommen. Artefakte aus der Steinzeit können wir heute noch in Museen bewundern, mittelalterliche Dokumente auf Pergament haben sich nachweislich über tausend Jahre hinweg und länger erhalten. Digitale Inhalte dagegen haben eine Lebenserwartung von maximal Jahrzehnten, meist nur von Jahren. Im Informationszeitalter tritt neben diese Art analoger Weitergabe die digitale Weitergabe. Inhalte werden direkt ins Internet gespeist und sind dort nicht nur lokal, sondern global zugänglich. Das Internet wurde zu einem neuen Wissensspeicher mit Gedächtnisfunktion. Die Langzeitarchivierung digitaler Inhalte ist ein Problem, das noch nicht gelöst ist. Angesichts von Informationsflut und Informationswertverfall ist die Frage, was im Andenken bewahrt werden soll und in welcher Weise Erinnerung weitergegeben werden soll, von hoher Relevanz für Selbstverständnis und Identität des Einzelnen wie für Kollektive, zum Beispiel das der Stadt als geografischer Solidargemeinschaft. Lüdenscheid als Modell Die LichtRouten 2006 thematisieren das kulturelle Gedächtnis der Stadt und suchen nach neuen Formen, mit Erinnerung und Andenken im öffentlichen Raum umzugehen. Was soll erinnert werden? Wie soll erinnert werden? Welche Rolle spielt Erinnerung im öffentlichen Leben Lüdenscheids? Welche Relevanz wird Geschichte und Erinnerung eingeräumt? Mit den LichtRouten 2006 sollen geistige und emotionale Zeitreisen möglich werden, die erinnern, andenken und das Gespräch darüber ermöglichen sollen. Dazu werden die bekannten Orte des Erinnerns, die Denkmale und Friedhöfe der Stadt, durch Licht thematisiert; unbekannte, erinnerungswerte Orte werden sichtbar gemacht und künstlerische Interventionen, die das Phänomen Erinnerung thematisieren, in der Innenstadt installiert. Der Vorstellung einer zunehmenden Differenz zwischen konkret-sinnlicher, räumlicher Präsenz auf der einen und einer sich davon beschleunigt entfernenden, virtualisierten Vergangenheit wird mit den LichtRouten die Idee eines realen Stadtraumes entgegengesetzt: durch veränderte Stadtansichten wird Erinnerungsvermögen aktiviert und Wertperspektiven reflektiert. Lüdenscheid erweist sich einmal mehr als ein Experimentierfeld, das der Einschreibung von Erinnerungen ebenso offen gegenübersteht wie der von Veränderungen. Laudatio des Lichts Kennzeichen aller Inszenierungen und Interventionen ist der Einsatz von Licht als Material oder Medium. Das Spiel zwischen Betrachter/innen und Licht im Raum führt über die Ränder des Konkreten und Realen hinaus. Mit den Installationen der LichtRouten entstehen Wahrnehmungssituationen, die Sehen wieder zum Prozess machen, die mit widersprüchlichen Eindrücken Fragen stellen und Antworten suchen. So sind die LichtRouten ein Projekt zur Vervielfältigung der Möglichkeiten des Sehens, zur Wiederentdeckung von Wahrnehmungs- und Erkenntnisprozessen und neuer Wege der Weltaneignung: Dabei meint Aneignung nicht Enteignung eines anderen und nicht die Vereinnahmung und/ oder Inbesitznahme, sondern die zur Kenntnisnahme sowie die Entwicklung von Verständnis, Umgangsformen und Gestaltungsperspektiven. |
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| Pressebilder Verwendung nur im Zusammenhang mit Ankündigung, Dokumentation und Besprechung der LichtRouten 2002 - 2006. Abdruck frei bei Zusendung von drei Belegexemplaren. Eine Bildauswahl der Künstler/innen der LichtRouten 2006. Downloadinfo Zum Download drücken Sie bitte mit der rechten Maustaste auf das entsprechende Bild und wählen "Ziel speichern unter..". Wenn Sie die linke Maustaste betätigen können Sie das Bild sofort anschauen. Um die Bilder betrachten zu können benötigen Sie den Acrobat Reader. Falls Sie diesen nicht besitzen, können sie das Programm hier kostenlos downloaden.
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| Dokumentation | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Ausgewählte
Pressestimmen "Die LichtRouten, Lüdenscheids Festival
zur Kunst mit Licht, geben sich in ihrer vierten Ausgabe interaktiv
und
international wie bislang
nie." |
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